Durch die Erfindung des Computers in den 1950er gerieten mechanische Automaten und Zaubertricks in Vergessenheit die früher auf Theaterbühnen gezeigt wurden.
Um 1773 hat Jaques Droz mehrere mechanische Automaten entwickelt, während 1769 der Schachtürke durch Wolfgang von Kempelen gebaut wurde. Der Automat " Antonio Diavolo von Robert Houdin" ist etwas weiterentwickelt und stammt aus dem Jahr 1849. All diese Beispiele kommen ohne Computer aus und funktionieren rein mechanisch über Baudenzüge. Obwohl sie computertechnisch rückständig sind, haben sie einen großen Vorteil: es sind offene Systeme. Damit ist gemeint dass sie als Zaubertrick konzipiert sind, bei dem ein Helfer im Hintergrund an den Baudenzügen zieht um so die Puppe zu bewegen. Auf diese Weise wird keine Software und kein Algorithmus benötigt, sondern die Intelligenz kommt von einem Menschen.
Das Konzept des offenen Systeme ging ab der Erfindung des Computers in den 1950er in Vergessenheit weil der Computer ein bestimmtes Programmorientiertes Vorgehen erfordert. Ein Computer benötigt zwingend ein Programm, das in einer Assemblersprache oder in einer Hochsprache spezifiziert wird. Die komplette KI Entwicklung und Robotik-Entwicklung ab den 1950er basiert auf diesem Prinzip. Anders als bei den frühen mechanischen Automaten gibt es nicht länger einen Menschen der im Hintergrund als Intelligenz agiert, sondern diese Rolle übernimmt der Algorithmus.
Dadurch entstanden geschlsosene Systeme, ohne dass den Programmierer dieser Paradigmenwechsel bewusst war. Die Annahmen lautete, dass Algorithmen besser seien und das Roboter nur über Algorithmen gesteuert werden könnten. Dadurch hat man die Roboter von Umwelteinflüssen isoliert und komplexe Aufgaben konnten nicht mehr durchgeführt werden.
Ferngesteuerte Automaten oder ferngesteuerte RC Cars können hochkomplexe Aufgaben wahrnehmen, während Algorithmengesteuerte Roboter nur simple pick&place Aufgaben ausführen. Der Grund ist dass programmgesteuerte Roboter mühsam programmiert werden müssen was aufwendig ist, und die Frage aufwirft wie ein solches Programm aussehen muss. Im Gegensatz dazu benötigten ferngesteurte Automaten nur eine versteckte Angelsehne oder einen Baudenzug womit ein Gehilfe mit dem Automaten interagiert und fortan vermag der Automat auf menschlichem Nievau zu agieren.
Noch heute stehen die frühen Mechanischen Automaten in Museen weltweit und wenn man genau hinsieht wird man den Baudenzug oder eine andere Form der Fernsteuerung dort entdecken. Das Prinzip ist also bekannt, nur wurde es seit den 1950er Jahren verdrängt zugunsten eines mathematisch-orientierten Algorithmenbegriffs der vermeintlich besser ist, aber defakto ein Rückschritt darstellt.
October 21, 2026
Mechanische Automaten als offene Systeme
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AI history
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