Ort: Ein staubiges, aber gemütliches Archiv voller grauer Plastikgehäuse und alter Bedienungsanleitungen.
Personen: Lukas, ein Technikjournalist mit Hang zur Nostalgie, und Dr. Arndt, ein Technikhistoriker mit Spezialisierung auf Bürokommunikation.
Lukas: Dr. Arndt, wenn ich heute jungen Volontären erzähle, dass wir früher wichtige Dokumente durch eine Glasplatte eingelesen haben, damit sie am anderen Ende der Republik auf einer Rolle Thermopapier wieder herauskommen, schauen die mich an, als käme ich aus dem Pleistozän. Warum war das Fax in Deutschland zwischen 1990 und 2010 so unantastbar?
Dr. Arndt: (lacht) Weil es die perfekte deutsche Lösung war: rechtssicher, haptisch und wunderbar bürokratisch. 1990 standen wir am Gipfel der Standalone-Geräte. Erinnern Sie sich an die klobigen Kisten von Siemens oder Canon? Das waren dedizierte Maschinen. Sie taten nichts anderes, als Telefonleitungen mit Pieptönen zu quälen. Dass sie so lange überlebten – bis weit in die 2000er hinein –, lag am „Schriftformerfordernis“. Ein Fax galt vor Gericht lange Zeit als sicherer als eine E-Mail.
Lukas: Stimmt, die E-Mail war damals der „wilde Westen“. Aber blicken wir mal auf die Technik. Anfang der 90er war das Thermopapier der Standard. Das Zeug, das sich in der Sonne einrollte und nach zwei Jahren komplett verblasste. War das aus technikhistorischer Sicht nicht ein totaler Fehlschlag?
Dr. Arndt: Technisch gesehen war es minimalistisch und wartungsarm. Kein Toner, keine Tinte, nur Hitze. Aber für die Archivierung war es der Albtraum jedes Aktenverwalters. Deshalb sahen wir Mitte der 90er den ersten großen Umbruch: Das Normalpapier-Fax zog in die Büros ein. Zuerst über Thermotransferrollen – dieses schwarze „Kohlepapier“, das man nach dem Benutzen gegen das Licht halten konnte, um die vertraulichen Nachrichten der Kollegen zu lesen. Ein Datenschutz-Gau, wenn man so will.
Lukas: Oh ja, das war der Klassiker im Gemeinschaftsbüro. Aber dann kam die Zeit, in der das Faxgerät seine Identität verlor. Ende der 90er, Anfang der 2000er, standen plötzlich diese riesigen Kartons bei MediaMarkt oder Saturn: „4-in-1 Multifunktionsgeräte“. Der Fax-Standalone wurde zum Feature degradiert, das in einem Tintenstrahldrucker mitschwang.
Dr. Arndt: Das ist ein entscheidender Punkt. Das Fax wurde „demokratisiert“. Plötzlich hatte jede kleine Schreinerei und jeder Privathaushalt ein Fax, weil es eben im HP OfficeJet oder im Epson-Drucker eingebaut war. Diese Geräte nutzten die Tintenstrahltechnologie. Das war qualitativ ein Quantensprung zum Thermopapier, brachte aber ganz neue Probleme: Eingetrocknete Druckköpfe, wenn man nur alle drei Wochen ein Fax bekam.
Lukas: Ich erinnere mich an das typische Szenario um das Jahr 2005: Man wollte schnell einen unterschriebenen Vertrag senden. Der Drucker startete erst mal eine zehnminütige Reinigungsprozedur, während die Telefonleitung schon die Wählgeräusche machte. Dieses „Handshake“-Geräusch des Modems – für mich der Sound der 90er.
Dr. Arndt: Dieses Geräusch war das Protokoll T.30 in Aktion. Es war faszinierend: Zwei Geräte handelten aus, wie schnell sie Informationen austauschen konnten. In den 90ern waren das oft nur 9,6 oder 14,4 kbit/s. Später, mit den Super-G3-Faxen in den Multifunktionsgeräten, ging es auf 33,6 kbit/s hoch. Aber im Vergleich zum aufkommenden DSL war das natürlich Schneckentempo.
Lukas: Warum hat sich das Fax in Deutschland eigentlich hartnäckiger gehalten als in anderen Ländern? Um 2010 herum war in den USA das Fax fast schon ein Museumsstück, während wir hier noch fleißig Bestätigungen faxten.
Dr. Arndt: Deutschland ist ein Land der „dokumentierten Sicherheit“. Das Fax bot das Sendeprotokoll. Dieser kleine Ausdruck – „Übertragung OK“ – war für den deutschen Angestellten das ultimative Beruhigungsmittel. Es war die Verbindung aus analoger Unterschrift und digitaler Übermittlung. Die Multifunktionsgeräte der 2000er haben dieses Bedürfnis bedient. Man konnte scannen, kopieren, drucken und eben „rechtssicher“ faxen, alles mit einer Patrone.
Lukas: Aber die Technik fraß sich selbst auf, oder? Mit dem Aufkommen von PDF-Anhängen und dem Scannen direkt in die E-Mail wurde das Faxmodem im Drucker doch eigentlich zum Blinddarm der Technikgeschichte.
Dr. Arndt: Absolut. Zwischen 2005 und 2010 sahen wir den Übergang zum „PC-Fax“. Die Multifunktionsgeräte konnten das Fax zwar noch empfangen, leiteten es aber oft direkt als Bilddatei an den Computer weiter, statt es auszudrucken. Das war der Anfang vom Ende der haptischen Fax-Kultur. Die Hardware war zwar noch da – oft als grauer Kasten in der Ecke des Home-Office –, aber sie wurde immer seltener mit der Telefonbuchse verbunden.
Lukas: Wenn Sie heute ein Multifunktionsgerät aus dem Jahr 2002 sehen, diesen typischen Mix aus hellem Plastik und kleinen LCD-Anzeigen: Was geht Ihnen da durch den Kopf?
Dr. Arndt: Ich sehe eine Übergangstechnologie. Es war die Brücke von der rein analogen Welt der 80er in die voll vernetzte Welt von heute. Diese Geräte waren Schweizer Taschenmesser für eine Generation, die der Cloud noch nicht traute, aber den Komfort des Digitalen wollte. Standalone-Faxgeräte von 1990 wirken heute wie Skulpturen einer vergangenen Epoche. Die Kombigeräte von 2010 hingegen wirken wie die Vorboten unserer heutigen „Alles-in-einem“-Welt, nur eben mit viel mehr mechanischem Klappern.
Lukas: Ein schönes Schlusswort. Das Fax ist vielleicht fast tot, aber das Sendeprotokoll lebt in unseren Lesebestätigungen weiter. Danke für diese Zeitreise, Herr Doktor.
Dr. Arndt: Gerne. Und falls Sie das Interview als Kopie brauchen... ich könnte es Ihnen rüberfaxen! (beide lachen)
April 28, 2026
Gespräch über die Geschichte des Faxgerätes
August 02, 2025
Simplified phase model of the industrial revolution
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from
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duration years
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invention
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1784
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86
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steam engine
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1870
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99
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electricity
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1969
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90
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computer
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May 18, 2025
The golden age of computing in the 2000s
Most description in Retro computing are focused on the 1980s because it was the first decade in which 8bit microcomputers were available as consumer product and the first Unix workstations were available. But there are some arguments which makes the 80s a poor choice to analyze the past of computing. First problem was, that the computer hardware was very slow. Multitasking including GUI operating systems were not available. Also computers in this period weren't used for multimedia application including sound and graphics. And last but not least, the Internet including the WWW were in a very early stage.
March 31, 2025
Vergleich der PC Revolution mit der KI Revolution
Im vorherigen Post wurde einführend auf die Unterschiede hingewiesen zwischen der Technologierevolution Anfang der 1990er und der KI Revolution ab den 2020er Jahren. Hier folgt eine detailierte Tabelle. Zussammengefasst besagt diese, dass sich beide Epochen grundlegend unterscheiden.
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1990er PC Revolution
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2020er KI Revolution
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Zeitraum
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1990-1993
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2020-2023
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ökonomische Auswirkungen
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neue Jobs in der IT Industrie
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Angst vor Massenarbeitslosigkeit, mögliche Verdrängung von menschlicher Arbeit durch Roboter und LLMs
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Ethische Fragen
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beschränkt auf Datenschutz und Urheberrecht
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komplexe ethische Herausfordrung in Bezug auf Überwachung, Asimov Gesetze und denkende Maschinen
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mediale Darstellung
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der PC als Motor des technischen Fortschritts
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KI als Bedrohung, dystopische Zukunftsvision
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Geschwindigkeit
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langsam und schrittweise
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sehr schnell, exponentielle Verbreitung von künstlicher Intelligenz
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Demokratisierung
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Technologie war stark von Unternehmen abhängig
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leichter Zugang durch Open Source/ Open Access und Cloud Computing was Chance aber auch Risiken beinhaltet
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Globalisierung
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stark von den USA getrieben
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weltweites Phänomen, Wettbewerb zwischen den Staaten
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Komplexität
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leicht durchschaubar für Hobby Bastler
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hohe Komplexität, abstrakte Sprache, selbst für KI Experten unverständlich, Neuronale Netze agieren autonom als black boxes
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Messen
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Cebit, Comdex, CES
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keine, lediglich Youtube clips mit Showrobotern
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Buchpublikationen
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breites Angebot an Ratgeberliteratur zu Computerhardware und -software
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keine breite Rezeption, lediglich spezialisierte Konferenz-Proceedings verfügbar in Kleinstauflage
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Comparing the PC revolution in the 1990s with the AI revolution in 2020s
In the history of computing lots of revolutionary decades were available, in the 1950s the first mainframe computers were build and in the 1970s the first Minicomputer like the Dec PDP-11 were available. The shared similarity was, that a new sort of technology was build / invented which has replaced former technology.
February 13, 2025
Von der Industrialisierung zur Digitalisierung
Bis ca 1900 war Deutschland die führende Technologie-Nation in der Welt. Die Wissenschaftsschaftssprache in der sich Mathematiker und Physiker ausgetauscht haben war Deutsch und Deutschland war auf allen wichtigen Bereichen wie Automobilbau, Elektrotechnik und Eisenbahnwesen gut aufgestellt. Ein Blick in die Technikmusueen weltweit zeigt, dass die meisten Erfindungen, die während der industriellen Revolution getätigt wurden, aus Deutschland kamen und insbesondere die Grundlagenforschung dort durchgeführt wurde.
Ab ca. 1900 änderte sich die Situation jedoch. Mit Einzug der Unterhaltungselektronik wie Kino und Radio wurden die USA zunehmend wichtiger und seit der Computerrevolution in den 1950er haben die USA die Vorreiterrolle in Sachen Techcnologieentwicklung übernommen. Auch das Internet ab den 1990er und die KI Revolution ab 2020 hatten ihren Ausgangspunkt in den USA aber nicht in Deutschland.
Der folgende Artikel soll die Hintergründe dieser Veränderung untersuchen. Heute in der Gegenwart wird Deutschland häufig als technikfeindlich beschrieben. Die Vorbehalte gegenüber Technoligie betreffen aber lediglich Computertechnologie, in Bezug auf klassische physik-getriebene Technik ist Deutschland traditionell sehr fortschrittlich und sogar optimistisch. Scheinbar ist das Verhältnis zur Technik also ambivalent. Lediglich bei sehr neuer Technik die ab 1900 entwickelt wurde, gibt es Vorbehalte.
Vielleicht macht es Sinn zunächst einmal die Technologie bis 1900 näher zu beleuchten. Wie oben schon erwähnt, war diese Technik das Ergebnis von Mathematik und Physik. Physikalische Gesetze wie der Fluss von Elektronen in einem Leiter oder die Umwandlung von Energie untereinander kann in konkrete Maschinen überführt werden. Damit ist es möglich, Kohlekraftwerke, Autos bis hin zu Eisenbahnen zu bauen. Auf diesen Bereichen war und ist Deutschland sehr gut aufgestellt. Es gibt eine lange Tradition in der Erforschung und der praktischen Umsetzung, und genau diese Technik wurde während der industriellen Revolution benötigt. Damit war es möglich, die Städte zu elektrifizieren, Anlagen zu planen und Mobilität der Bevölkkerung zu ermöglichen.
Ab ungefähr 1950 kam es jedoch zu einer grundsätzlichen Veränderung in der Technikevolution. Zwar benötigen auch Computer und Radios den elektrischen Strom, aber sie funktionieren anders als frühere Maschinen. Wissenschaftsdisziplinien wie die Physik und Mathematik haben in Bezug auf die Weiterentwicklung von Computern und dessen Software nur noch eine geringe Bedeutung. Anhand der Computerentwicklung kann man aufzeigen, dass die neue Anforderung nicht länger ein theoretisches Verständnis von Formeln ist, sondern neue Computer-Technologie ist das Resultat von experimenteller Computerwissenschaft. Auf diesem Gebiet sind die USA sehr gut aufgestellt. Die Entwicklung der Computertechnik seit den 1950er ist das Ergebnis von sehr vielen und qualitativ hochwertigen Einzelexperimenten.
Hier einige Beispiele für diese Experimente: Motion Capture, Computernetze, Roboter, Festplatten als Computerspeicher, die Maus als Eingabemedium, 32bit Betriebssysteme, Neuronale Netze, CPU Desiogn oder Computeranimation. All diese Bereiche haben exerimentellen Charakter. Damit ist gemeint, dass eine Forschergruppe von 2-3 Personen im Labor ein wenig herumprobiert, etwas programmiert, und etwas bastelt, und darüber dann einen Report verfasst und den publiziert. Das wird dann immer und immer wiederholt und so besteht die Computerentwicklung in den Jahrzehnten aus einer unendlichen Anzahl von Einzelexperimenten. Anders als in der Physik gibt es in der Computerwissenschaft nur wenig gesichertes Wissen, sondern das Fachwissen ist eher lose untereinander verbunden. Z.B. hat das TCP/IP Protokoll was beim Internet wichtig ist, fast nichts gemeinsam mit einem Motion capture Marker, womit man Bewegungen des menschlichen Körpers erfassen kann. Beides wird zwar als Computerwissenschaft bezeichnet, aber es gibt kein übergreifendes Theoriegebäude was beides einordnen könnte.
Die USA haben ab den 1950er Jahren die Durchführung und die Dokumentation von Computerwissenschafts-Experimenten perfektioniert. Nirgendwo sonst auf der Welt ist die Zahl und die inhaltliche Güte der durchgeführten Compüuterexperimente so hoch. Forschungsuniversitäten wie das M.I.T. haben zu jedem nur denkbaren Gebiet der Informatik mehrere hunderte Experimente durchgeführt, mit sehr unterschiedlichem Ausgang. Vieles wurde dokumentiert anderes aber nicht. Mit jedem durchgeführten praktischen Experiment erhöht sich das Wissen der beteiligten Forscher und der Wissenschaftscommunity die Zugriff auf die Resultate hat ein klein wenig. Bevor eine neue Technologie wie das Internet oder künstliche Intellilgenz praktisch eingesetzt werden kann, braucht es tausende oder zehntausende dieser Laborexperimente.
Deutschland war nie besonders gut in der experimentellen Computerwissenschaft. Der Ablauf unterscheidet sich stark von den etablierten Konzepten in der Physik und der Mathematik. Dort führt ein Experiment dazu vorhandenes Wissen zu bestätigten, und die vorhandene Theorie wird abgerundet. Die Experimentelle Computerwissenschaft hingegen hinterfragt bestehendes Wissen routinemäßig. Es fehlt ein übergreifendes starres Theoriegebäude, zugunsten einer postmodernen Ambivalenz.
Beispielhaft soll erläutert werden, wie genau ein Experiment in den Computerwissenschaften funktioniert. Ausgangspunkt ist ein Forschungsinteresse, z.B. die Frage wie man ein Datenpaket verlustfrei über ein Routing-Netz transportieren kann. Dann untersucht man vorhandene Literatur zu dieser Frage um im zweiten Schritt selbst ein Experiment durchzuführen. Man programmiert in der Programmiersprache seiner Wahl ein kleines Routing-Experiment mit Hilfe eines selbst entwickelten Internet-Protokoll s und dokumentiert die Ergebnisse in einem Paper. Dann wird das Paper auf einer Konferenz vorgestellt. Dort interessiert sich exakt niemand für die Resultate, was aber nicht so schlimm ist, weil damit dann mehr Zeit ist, für die nächste Forschungsfrage die ebenfalls experimentell untersucht wird. Und so geht es munter weiter. Nach diesem Prinzip funktioniert der Großteil der U.S. amerikanischen Computerforschung und das seit Jahrzehnten. Der einzig erkennbare rote Faden in der endlosen Reihe von Experimenten ist lediglich, dass sie alle etwas zu tun haben mit Hardware-Basteleien und Softwareprogrammierung. Die Fragestellungen die untersucht werden sind jedoch sehr unterschiedlich. Die Computerwissenschaft ist eine Art von Laboratorium für alle möglichen Fragenstellungen aus den Bereichen Linguistik, Film, Biologie, Mathematik und Psychologie.
Die beschriebene Form des Experimentes war nicht erforderlich während der industriellen Revolution bis 1900. Zwar kennt auch die Physik ein Experiment, wie z.B. zur Ermittlung der Leitfähigkeit von Metallen, aber diese Experimente werden nur 1x durchgeführt und die gewonnenen Daten haben dann 200 Jahre lang gültigkeit. Man kann das Resultat in physkalischen Tafelwerken nachlesen, es gibt aber keinen Grund, selbsr das Experiment erneut durchzuführen. Die Physik mitsamt ihrer Unterdisziplinen ist also sehr dogmatisch aufgebaut. Es ist ausgeschlossen, dass ein Student an einer Universität etwas über den elektrischen Strom herausfindet, was nicht schon 100 Jahre zuvor erkannt und umgesetzt wurde. Beim Studium der Physik geht es eher darum, das vorhandene Wissen zu verinnerlichen. Also die Formel auswendig zu lernen wie man den Widerstand in Abhängigkeit der elektrischen Spannung ermittelt.
Während der industriellen Revolution bis 1900 entstanden die großen Nachschlagewerke zu Mathematik und Physik in Deutschland, die heute immernoch Gültigkeit besitzen. Es sind zeitlose Klassiker der Naturwissenschaft die Themen wie Mechanik, Optik oder Energie als wissenschaftliche Theoriegebäude darstellen. Die Computerwissenschaft funktioniert dazu grundlegend anders. Das Wissen dort hat eine Halbwertszeit von weniger als 10 Jahren. Frühere Errungenschaften wie das MPEG2 Kompressionsverfahren oder Magnetfestplatten sind heute obsolet. Selbst Programmiersprachen, mit denen man sehr viele Probleme lösen kann, veralten schnell. Heutige Sprachen wie Python gab es vor 20 Jahren noch gar nicht. Zwar gibt es auch in den Computerwissenschaften den Versuch zeitlose Buchklassiker zu erschaffen wie z.B. Knuth "The art of computer programmierung", nur diese Werke sind anders als Physik-Grundlagenwerke nicht als Nachschlagewerk anerka nnt. Viele Informatiker haben das Buch von Knuth nicht gelesen und haben das auch nicht vor.
January 27, 2025
Zweiter Besuch im Computer reset store, Dallas
1. Ankunft und Entdeckung
Die Morgensonne brannte bereits unbarmherzig auf den Asphalt, als Mark und Steve ihren altersschwachen Ford auf den staubigen Parkplatz des Computer Reset Store in Dallas lenkten. Die Freunde, beide Mitte vierzig und leidenschaftliche Technik-Nostalgiker, hatten von diesem Laden gehört - einem wahren Mekka für Liebhaber alter Computer.
"Sieh dir das an!", rief Mark begeistert und deutete auf das verwitterte Schild über dem Eingang. "Wie eine Zeitkapsel!"
Steve nickte grinsend. "Lass uns hoffen, dass drinnen noch mehr Schätze auf uns warten."
Mit klopfenden Herzen betraten sie den Laden. Der Geruch von altem Plastik und Elektronik schlug ihnen entgegen, vermischt mit einer Prise Staub und Vergangenheit. Schon im Eingangsbereich türmten sich Kartons mit ausrangierten Tastaturen und Monitoren.
"Wow", hauchte Steve ehrfürchtig. "Das ist ja der Wahnsinn!"
Sie drangen tiefer in den Laden vor, vorbei an endlosen Regalen voller Hardware. Hier ein Stack originalverpackter 5,25-Zoll-Disketten, dort eine Kiste randvoll mit alten Prozessoren. Mark blieb wie angewurzelt vor einem Regal stehen.
"Steve! Sieh dir das an!" Er hielt triumphierend eine Packung in die Höhe. "Eine original versiegelte Kopie von Lotus 1-2-3! Mein Vater hat damals damit gearbeitet."
Steve pfiff anerkennend durch die Zähne. "Unglaublich. Und da drüben - ist das etwa ein Xerox Alto?"
Die beiden Freunde verloren jegliches Zeitgefühl, während sie durch die Gänge streiften. Jede Ecke barg neue Überraschungen. Ein kompletter Apple Lisa Computer, noch in der Originalverpackung. Ein ganzes Regal voller Commodore 64 Zubehör. Sogar einige seltene NeXT Cubes entdeckten sie.
"Ich fühle mich wie in einer Zeitmaschine", murmelte Mark, während er ehrfürchtig über das Gehäuse eines IBM PC/XT strich. "All diese Geräte... sie haben die Welt verändert."
Steve nickte nachdenklich. "Ja, und jetzt stehen sie hier, vergessen und verstaubt. Es ist fast ein bisschen traurig."
Sie erreichten einen Bereich, der offenbar der Software gewidmet war. Regale über Regale mit Softwareschachteln aus den 80ern und 90ern. WordPerfect, dBase, Norton Utilities - Namen, die sie in ihre Jugend zurückversetzten.
"Erinnerst du dich noch, wie wir nächtelang Civilization gespielt haben?", fragte Mark lachend und hielt eine vergilbte Spielepackung hoch.
Steve grinste. "Wie könnte ich das vergessen? Meine Eltern dachten schon, ich wäre computerabhängig."
Plötzlich stutzte Mark. "Ist dir aufgefallen, dass niemand sonst hier ist? Kein Personal, keine anderen Kunden..."
Steve runzelte die Stirn. "Stimmt. Und sieh mal - einige Regale sind schon leer geräumt."
Ein ungutes Gefühl beschlich die beiden Freunde. Irgendetwas stimmte hier nicht. Sie beschlossen, weiter in den hinteren Teil des Ladens vorzudringen, um nach Antworten zu suchen.
Wenig ahnten sie, dass sie dort auf eine Szene stoßen würden, die ihre Begeisterung in blankes Entsetzen verwandeln sollte.
2. Konfrontation mit der Liquidation
Als Mark und Steve tiefer in die staubigen Gänge des Computer Reset Store vordrangen, vernahmen sie plötzlich ein ohrenbetäubendes Kreischen. Alarmiert eilten sie dem Geräusch nach und gelangten in einen großen Hinterhof. Dort bot sich ihnen ein Bild des Grauens: Ein gigantischer industrieller Schredder thronte wie ein Moloch über einem Berg alter Computer.
Fassungslos beobachteten die beiden Männer, wie Arbeiter einen Commodore 64 nach dem anderen in den gierigen Schlund der Maschine warfen. Das Knirschen von zerberstendem Plastik und zersplitternden Leiterplatten ließ Mark erschaudern. "Das können die doch nicht machen!", rief er entsetzt.
Steve, sonst eher der Besonnene von beiden, stürmte auf den nächstbesten Arbeiter zu. "Halt! Stoppen Sie sofort!", brüllte er gegen den Lärm an. Der Arbeiter zuckte nur gleichgültig mit den Schultern und deutete auf einen Mann in Anzug, der abseits stand und das Geschehen überwachte.
Entschlossen marschierten Mark und Steve auf den Anzugträger zu. "Sir, Sie müssen das stoppen!", forderte Mark eindringlich. "Diese Computer sind Kulturgut! Man kann sie doch nicht einfach zerstören!"
Der Mann, der sich als Mr. Johnson vorstellte, seufzte genervt. "Meine Herren, ich verstehe Ihre Aufregung. Aber wir führen hier lediglich einen Auftrag aus. Der Laden wird geschlossen, alles muss raus."
"Aber warum vernichten?", hakte Steve nach. "Es gibt doch sicher Sammler oder Museen, die Interesse hätten!"
Johnson schüttelte den Kopf. "Zu aufwendig. Die Lagerkosten fressen uns auf. Außerdem - wer will schon diesen alten Krempel?"
Mark ballte die Fäuste. "Viele Leute! Diese Geräte sind Teil unserer Geschichte! Sie haben die digitale Revolution eingeläutet!"
"Tut mir leid, meine Entscheidung steht fest", erwiderte Johnson kühl.
Die nächsten Stunden vergingen wie in Trance. Hilflos mussten Mark und Steve mit ansehen, wie ein Stück Computergeschichte nach dem anderen in den Shredder wanderte. Apple II, Atari ST, Amiga 500 - nichts wurde verschont.
Sie versuchten, wenigstens einige Geräte zu retten, boten sogar an, sie abzukaufen. Doch Johnson blieb hart. "Alles oder nichts", war seine Devise.
Als die Sonne unterging, war der Hof leer gefegt. Wo einst Tausende Computer gestanden hatten, türmte sich nun ein Berg aus Schrott. Mark und Steve standen wie betäubt da, unfähig zu begreifen, was gerade geschehen war.
"All diese Erinnerungen... einfach weg", murmelte Steve.
Mark nickte stumm. Dann ballte er entschlossen die Faust. "Das darf nie wieder passieren. Wir müssen etwas unternehmen!"
Erschöpft, aber mit neuem Feuer im Herzen, verließen die beiden Freunde den Ort der Zerstörung. Sie wussten nicht, wie - aber sie würden einen Weg finden, um die verbliebenen Schätze der Computergeschichte für die Nachwelt zu bewahren.
January 25, 2025
A short introduction into the End of moores law
Before its possible to explain why the law is dead, let us give a short overview what the original idea was. Until the year 2010, the moores law was an unwritten rule, how much faster a new CPU is. The observation of Gordon Moore (the founder of Intel) was that the transistor count doubles every 18 months which is equal to an exponential growth. If the CPU has twice as much transistor it delivers also twice as much performance.
To verify if this law is valid, we need to determine the Compound Annual Growth Rate value for the Gflops of newly produced CPU over multiple years. Or in more simpler terms, an Excel sheet is created with different processors over the years which are compared to each other. To simplify the task, i've selected the Thinkpad laptop, because precise information about the CPU in this hardware is available which allows to create a precise table.
A CAGR value of 0.59 means, that a new generation of a laptop delivers 59% improvement in performance than the laptop one year ago, which is equal to the moores law ratio (doubling performance every 18 months). According to the figure, until the year 2010 a CAGR value of 0.4 upto 0.6 was available which is close to the moores law. Unfurtunately, the performance improvement has reduced after 2010 drastically to around 0.20.
The possible explanation is, that its much harder to increase the speed anymore, if the level is higher. Improving a 1 gflops CPU by 50% is much easier, than improving a 100 gflop CPU by 50%. This dilemma is called the “End of moores law”.
A realistic growth rate estimation for future Thinkpads and other Laptop models is a CAGR of 0.15 which is equal to 15% speed improvement every year. It will take 5 years, until the performance of a CPU is twice as fast which is much longer than the assumption of 18 months formulated by Moore.
| year | Thinkpad | CPU | Gflops | CAGR 5y |
| 2000 | T21 | Intel M Pentium III Copermine 800 Mhz* | 0.4 | |
| 2001 | T23 | Intel Pentium III-M Tualatin 1.13 Ghz* | 0.6 | |
| 2002 | T30 | Intel Pentium IV-M 2 Ghz* | 1.5 | |
| 2003 | T41 | Intel Pentium M Banias 1.6 Ghz* | 2.5 | |
| 2004 | T42 | Intel Pentium M Dothan 1.8 Ghz* | 3.0 | |
| 2005 | T43 | Intel Pentium M750* | 3.5 | 0.54 |
| 2006 | T60 | Intel core 2 duo T5500* | 8.0 | 0.68 |
| 2007 | T61 | Intel core 2 duo T7300* | 11.0 | 0.49 |
| 2008 | T61 same | Intel core 2 duo T7300* | 11.0 | 0.34 |
| 2009 | T400 | Intel core 2 duo P8600* | 19.2 | 0.45 |
| 2010 | T410 | Intel i7-620M | 21.3 | 0.44 |
| 2011 | T420 | Intel i7-2640M | 44.8 | 0.41 |
| 2012 | T430 | Intel i7-3520M | 46.4 | 0.33 |
| 2013 | T440 | Intel i7-4600U | 67.2 | 0.44 |
| 2014 | T440 same | Intel i7-4600U | 67.2 | 0.28 |
| 2015 | T450 | Intel i7-5600U | 83.2 | 0.31 |
| 2016 | T460 | Intel i7-6600U | 83.2 | 0.13 |
| 2017 | T470 | Intel i7-7600U | 89.6 | 0.14 |
| 2018 | T480 | Intel i7-8650U | 121.6 | 0.13 |
| 2019 | T490 | Intel i7-8565U | 115.2 | 0.07 |
| 2020 | T14 Gen1 | Intel Core i7-10610U | 115.2 | 0.07 |
| 2021 | T14 Gen2 | Intel i7-1185G7 | 192.0 | 0.16 |
| 2022 | T14 Gen3 | Intel i7-1255U | 272.0 | 0.17 |
| 2023 | T14 Gen4 | Intel i7-1365U | 288.0 | 0.20 |
| 2024 | T14 Gen5 | Intel Core Ultra 7 155U* | 307.2 | 0.22 |
| total | 0.32 |
* gflops is an estimation
sources:
thinkwiki.de
thinkwiki.org
wikipedia.org
intel.com Intel APP metrics for Intel Microprocessors
notebookcheck.net
January 24, 2025
Besuch im Computer reset store Dallas
1. Die Entdeckung
Sarah starrte ungläubig auf den Bildschirm ihres Smartphones. Ein alter Forumsbeitrag hatte sie auf die Spur des Computer Reset Stores in Dallas gebracht - ein wahres Eldorado für Technik-Nostalgiker und Sammler. Als leidenschaftliche Retrocomputing-Enthusiastin konnte sie ihr Glück kaum fassen. Der Laden, ein ehemaliger Gebrauchthandel für Computer, sollte eine unglaubliche Sammlung von Hardware, Software und Büchern aus den 1980er und 1990er Jahren beherbergen.
Ohne zu zögern, buchte Sarah einen Flug nach Dallas. Während der Reise malte sie sich aus, was sie dort alles finden könnte. Alte Apple-Computer? Vergessene DOS-Programme? Vielleicht sogar einen funktionsfähigen Commodore 64?
Als sie endlich vor dem unscheinbaren Gebäude in einem Industriegebiet am Stadtrand von Dallas stand, klopfte ihr Herz vor Aufregung. Die verblichene Aufschrift "Computer Reset" über dem Eingang versprach ein Abenteuer in die Vergangenheit der Computertechnologie.
Mit zitternden Händen öffnete Sarah die schwere Metalltür. Der Geruch von altem Plastik, Staub und leicht oxidiertem Metall schlug ihr entgegen. Als sich ihre Augen an das schummrige Licht gewöhnten, stockte ihr der Atem. Vor ihr erstreckte sich ein riesiges, 18.000 Quadratfuß großes Lagerhaus, vollgestopft bis unter die Decke mit Computerteilen, Peripheriegeräten und Kartons.
Ungläubig wanderte ihr Blick über endlose Regalreihen. Hier stapelten sich Mainframe-Komponenten neben ausrangierten Röhrenmonitoren. Dort türmten sich Kisten mit Disketten und CD-ROMs. In einer Ecke entdeckte sie sogar noch original verpackte Kopien von Windows 95 und OS/2 Warp.
Die schiere Menge an Technik aus vergangenen Jahrzehnten war überwältigend. Sarah fühlte sich, als wäre sie in einer Zeitmaschine gelandet. Jedes Regal, jeder Karton versprach neue Entdeckungen. Sie sah alte IBM-Tastaturen, Apple II-Gehäuse, sogar einige Atari-Konsolen.
Besonders faszinierend fand sie die Bücherabteilung. Hier reihten sich vergilbte Handbücher zu längst vergessenen Betriebssystemen an dicke Wälzer über Programmiersprachen, die kaum noch jemand beherrschte. Sarah zog vorsichtig ein Exemplar von "Inside Macintosh" heraus und blätterte ehrfürchtig durch die Seiten.
Während sie tiefer in den Laden vordrang, wurde ihr klar, dass sie hier nicht nur alte Technik, sondern ein Stück Computergeschichte vor sich hatte. Jedes Gerät, jedes Buch erzählte von einer Zeit, als Computer noch neu und aufregend waren, als jede technische Innovation die Welt zu verändern schien.
Sarah wusste, dass sie Tage, wenn nicht Wochen bräuchte, um alles zu erkunden. Aber sie hatte Zeit. Mit einem Lächeln auf den Lippen machte sie sich daran, systematisch die Regale zu durchforsten. Wer weiß, welche Schätze hier noch auf ihre Entdeckung warteten?
Mit jedem Schritt durch die staubigen Gänge wuchs ihre Begeisterung. Der Computer Reset Store war mehr als nur ein Laden - er war ein Museum, ein Archiv und ein Spielplatz für Technikbegeisterte zugleich. Sarah war fest entschlossen, jeden Winkel zu erkunden und vielleicht das eine oder andere Stück Computergeschichte zu retten.
2. Die Schatzsuche
Mit wachsender Begeisterung begann Sarah ihre systematische Erkundung des Computer Reset Stores. Sie beschloss, methodisch vorzugehen und sich Bereich für Bereich vorzuarbeiten, um kein Highlight zu verpassen.
Zuerst wandte sie sich dem Hauptteileraum zu. Hier lagerten Tausende von Komponenten: Motherboards aus verschiedenen Epochen der PC-Geschichte, Grafikkarten von längst vergessenen Herstellern und Prozessoren, die einst das Herz leistungsfähiger Workstations waren. Sarah staunte über die Vielfalt und den guten Erhaltungszustand vieler Teile.
Besonders faszinierte sie ein Regal voller alter Soundkarten. Sie erkannte eine AdLib, die erste Soundkarte, die Musiksynthese in PCs brachte, und daneben mehrere Modelle der legendären Sound Blaster-Serie. Vorsichtig nahm sie eine Sound Blaster 16 in die Hand und erinnerte sich an die Stunden, die sie als Kind damit verbracht hatte, Spiele zum Laufen zu bringen.
Im nächsten Bereich fand Sarah sich inmitten von Softwareboxen wieder. Riesige Kartons mit Betriebssystemen wie OS/2 und NeXTSTEP standen neben schlanken Jewel Cases mit Spieleklassikern. Sie entdeckte sogar noch original versiegelte Kopien von Programmen wie WordPerfect und Lotus 1-2-3 – Namen, die heute kaum noch jemand kennt.
Während sie die Gänge entlang schlenderte, fiel ihr Blick auf einen speziellen Laptop-Bereich. Hier reihten sich Geräte verschiedenster Marken und Epochen aneinander: klobige Toshiba-Modelle aus den frühen 90ern, schlanke Sony VAIOs und robuste Dell Latitudes.
Plötzlich blieb Sarah wie angewurzelt stehen. Vor ihr lagen zwei schwarze ThinkPads, deren charakteristische rote TrackPoints wie kleine Leuchttürme aus dem Chaos hervorstachen. Mit zitternden Händen hob sie die Geräte an. Es waren ein 760XD und ein 600E – wahre Legenden aus den späten 90er Jahren.
Vorsichtig klappte sie die Displays auf und drückte die Einschaltknöpfe. Zu ihrer Überraschung erwachten beide Laptops mit dem unverkennbaren IBM-Startton zum Leben. Sarah konnte ihr Glück kaum fassen. Diese Schätze würde sie auf jeden Fall mitnehmen.
Ermutigt durch diesen Fund, setzte Sarah ihre Erkundung fort. Sie entdeckte einen Bereich mit alten Handheld-Computern und PDAs. Zwischen Palm Pilots und Newton MessagePads fand sie sogar einen gut erhaltenen Psion Series 5 – ein Gerät, von dem sie immer geträumt, aber nie besessen hatte.
In einer verstaubten Ecke stieß Sarah auf mehrere Kisten voller alter Computer-Zeitschriften. Sie zog eine Ausgabe der "BYTE" von 1985 heraus und blätterte ehrfürchtig durch die vergilbten Seiten. Die Anzeigen für längst vergessene Hardware und die Artikel über damals revolutionäre Technologien versetzten sie in eine andere Zeit.
Als sie weiter in die Tiefen des Ladens vordrang, entdeckte Sarah immer neue Schätze: einen original verpackten Amiga 500, mehrere Apple II-Modelle und sogar einen seltenen NeXT Cube. Jedes dieser Geräte erzählte eine Geschichte von Innovation, Konkurrenz und technologischem Fortschritt.
Die Stunden vergingen wie im Flug, während Sarah von Entdeckung zu Entdeckung eilte. Sie wusste, dass sie nur einen Bruchteil des Angebots gesehen hatte, aber die beiden ThinkPads in ihren Händen erinnerten sie daran, dass sie bereits echte Schätze gefunden hatte.
Mit einem Gefühl der Zufriedenheit, aber auch der Wehmut – denn sie wusste, dass sie unmöglich alles mitnehmen konnte – machte sich Sarah auf den Weg zur Kasse. Ihr Besuch im Computer Reset Store war mehr als nur eine Einkaufstour gewesen. Es war eine Reise durch die Geschichte des Personal Computings, eine Begegnung mit vergessenen Technologien und eine Erinnerung an die rasante Entwicklung der digitalen Welt.
January 23, 2025
A closer look into the end of moores law
In addition to the previous post, I've improved the table with the gflops performance of Lenovo Thinkpad models from the past. The moving average over an increase for 5 years was determined which shows that the processing speed is growing with 15% anually. This is much lower than the expected Moores law which assumes, that the performance is growing by 59% anually.
The slow growth of 15% is different from the much higher improvement during the 1980s and 1990s which was working with the expected 59% annual increase in processing speed. It seems that some sort of plateau was reached after the year 2010. From this year, the processing speed measured in gflops stays constant on a high level. Its unlikely, that the former Moores law with its exponential improvements will come back in the near future.
Moores law is dead, example for Lenovo Thinkpad
Since some years, there are rumors available that the Moores law isn't visible anymore. Sometimes it was argued, that the improvement rate in chip performance has slowed down. To investigate the situation with valid numbers lets us take a deeper look into the performance of different Thinkpad models. The main reason why this computer was selected is because its manufactored under the same name over many years which makes it easy to campare the performance.
The table shows different 14 Inch Thinkpad models from 2011 until 2024, including a common Intel i7 cpu from this year together with the proposed Gflops performance. its visible that the speed has improved, a thinkpad from 2023 is 6 times faster, than the counterpart from the year 2011. But, the improvement per year, is smaller than the expected improvement:
In reality, the gflops has improved by 19% each year, while the moores law expects an improvement of 59% for each year. What we see in the reality is no longer an exponential curve, but a slow increase over a longer horizon. It doesn't take 18 months until the performance has doubled but in reality it takes 7 years.
September 28, 2024
Obsolete technische Erfindungen
Technischen Fortschritt direkt zu messen ist niccht möglich, weil unklar ist was die Zukunft bringen wird. Was man aus Technikhistorischer Perspektive jedoch weitaus besser untersuchen kann sind Dinge die es heute nicht mehr gibt. Also Erfindungen die durch etwas besseres ersetzt wurden wie z.B. die 3.5 Floppy disk, Telefonzellen oder die mechanische Schreibmaschine.
Diese Dinge waren in ihrer jeweiligen Zeit mehr als nur Kuriositäten von verschrobenen Wissenschaftlern, sondern es gab große Unternehmen die die Produkte hergestellt haben und Millionen von Menschen die das benutzt haben. Die 3.5 Floppydisk beispielsweise gab es früher überall zu kaufen, sie war das universale Speichermedium in den 1990er Jahren. Und zwar für die Heimcomputer wie auch die PCs gleichermaßen. Es war also eine Art von Industriestandard. Heute hingegen ist diese Technologie komplett verschwunden, es gibt lediglich noch alte Bücher darüber und natürlich Technikmuseen wo das Medium neben einer 5.25 Zoll Floppy und der Lochkarte ausgestellt ist, die ebenfalls verschwunden ist aus der öffentlichen Wahrnehmung.
Je schneller die Welt voranschreitet, desto zahlreicher sind die Erfindungen die obsolet werden. Die meisten Erfindungen waren relativ fortschrittlich wurden aber durch bessere Erfindungen verdrängt. z.B. waren dampfgetriebene Schaufelradschiffe zu ihrer Zeit das beste Transportmittel um Flüsse in den USA zu befahren. Allerdings gilt die Technologie heute als veraltet. Selbst sehr alte Schiffe werden mit Diesel angetrieben und nicht länger mit Kohlekraft. Demnach wurde eine frühere Kraftquelle durch eine neuere ersetzt. So ähnlich ist es auch mit dem Commodore 64 Heimcomputer der in den 1980er millionenfach verwendet wurde, heute hingegen verschwunden ist und nur noch als Nostalgie-Computer weiterlebt. Die Chance ist groß dass viele der heutigen Dinge wie z.B. Benzin getriebene Autos irgendwann in ferner Zukunft durch andere / bessere Technologien ersetzt werden.
Produkte im Bereich Computertechnologie veralten besonders schnell. So sind frühere Betriebssysteme wie OS/2 oder Windows NT heute nur noch im Museum zu finden. Und neu eingeführte Software wie z.B. eine Linux Distribution wird bereits in der Auslieferung mit einem Verfallsdatum von 3 Jahren versehen. Danach werden die Benutzer aufgefordert auf die Nachfolgeversion zu wechseln. Nach der Selbstwahrnehmung der Programmierer ist die kontinuierliche Weiterentwicklung von Software sogar eine best practice methode damit immer alle wichtigen Anforderungen erfüllt werden.
January 20, 2024
Who build the first computer?
Answering this question is surprisingly hard, because there was an evoluation available from mechanical calculators to programmable calcuulator into modern computing. A machine which comes close to a modern computer is the PDP-1 released in 1959. This machine was equipped with a RAM memory, was used to run programs and there was even a monitor plugged into the device. According to Wikipedia, the pdp-1 was equipped with only 12kb of RAM which is smaller what the VC-20 has to offer.
Of course, there were many machines available before the pdp-1 but they can't be called a computer. If a machine has a main memory of only 1 kb or smaller its not possible to store a program into the machine. Also it can't be used for any practical application.
Early calculating machines like Mark I (1944) and the Zuse Z3 (1941) have more in common with a pocket calculator like TI-58 (1977). The only purpose of Zuse Z3 and Mark I was to calculate numbers in a predefined sequence. Their usefulness was little or even not there. The reason why these machines were built was to get a better understanding about the Von neumann architecture.
In parallel to the development of early calculating machines there was a shortage in main memory. Early attempts like magnetic core memory and williams tube (both invented in the 1950s) were very slow and had a small amount of memory. So the engineers of the 1950s were not able to build more powerful computers.
What was available until the advent of the pdp-1 were endless amount of mechanical calculators. Most of them were not controlled by punch cards, but larger models were equipped with this capabilities. The mechanical calculators until the 1950s were used for all the calculating tasks in buisness and science and were seen as highly advanced technology.
But let us go back to the initial question about the very first computer worldwide. What we can say for sure is, that in the 1940s in many places at the same time the first program controlled machines were built. Most of them with relais and vaccum tubes. It seems, that the building these machines was mostly a learning by doing task. At first the engineers built only the arithmic unit and then they have added a memory and other components. If one machine was built, the next model was planned and this resulted into a fast development which has evolved into today's computing industry.
According to the precise timeline, the zuse Z1 was the first computer in the world which was built in 1937. But only 7 years later, the Mark I (1944) was released in the U.S. and the machine was much better designed than any Zuse machine. The reason why especially early computing machines from the 1940s are interesting for today's engineers is because the improvement was very fast. It took only months until the next improved version of a calculating machine was built which was based on a complete different hardware. This fast development is surprising because the decades before during the manufactoring of mechanical calculators there was only a little improvement visible. A calculating machine from the 1870 looks the same like a calculater from the 1920s.
January 13, 2024
The limitation of the Zuse calculating machine
The machines from Konrad Zuse were often referenced as innovative early sort of computers. The assumption is, that the technology was great but the world was unabe to see genius of the Z22 vacuum tubes controlled machine.
Instead of describing the legacy of Zuse by its own words there is need to revisit the technology from a technical perspective. The computers created by Konrad Zuse are an intermediate technology between calculators and Unix based computing. The only perspective under which the Z22 has to be called advanced and modern is with a focus on former calculaters.
The main task for a calculator is to add and subtract numbers. All the machines buit by Zuse are able to do so and in addition they can execute a program provided on Punched tape. The commands on the punch tabe are writen in the Freiburger code which is an assembly language. In other words, the Z22 is a programmable calculator.
Unfurtunately, programmable pocket calculator were replaced by main frame computers. Since the 1970s these computers were equipped with a dedicated operating system called UNIX which is a multi user time sharing system. This system allows to use the ressouces of the computer more efficient which means, that the costs for a user on a machine are lower. In contrast the Z22 has no operating system at all and it can't be called a computer. But its simply an advanced calculating machine. The strength is to add and subtract columns of data but it lacks in support for computing appications like word processing, networking and computer animation.
In other words, the Z22 was outdated since its release. And only to judge fair, other early calculating machines from IBM can't be called a computer. Similar to the Z22 these machines were used without a UNIX operating system and its main task was to replace office calculating machines. A computer in the modern sense goes beyond the capabilities of calculating numbers but it is working with library of programs and is used to store textual information in a UNIX environment.
Before it makes sense to explain the inner working of the Z22 there is a need provide the context in which the machine was developed. The starting point is, that a mechanical calculator (a Comptometer) is available.[1] The Comptometer has buttons to enter numbers and other buttons to activate a function like +, - and so on.
The Zuse Z22 and other machines from the same inventor are improved versions of the comptometer. They are able to process data much faster, also they are much easier to use because of the mentioned Freiburger Code. That means, entering assembly instruction shouldn't be seen as a problem but as an improvement over former interaction with a machine.
Unfurtunately, the history of computing is moving very fast. The comptometer has felt out of fashion since the 1950s.
[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Comptometer
October 16, 2021
Writing an operating system from scratch
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Dividing computer history into two groups
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September 01, 2021
High end workstations in 1992
July 29, 2021
New stories about the revolutionary year 1992 in computer history
July 22, 2021
Analyzing the computer year 1992 in detail
In previous blog posts it was mentioned already that the year 1992 was equal to a breakthough. At the same time, a period has ended and a new one was starting. Let us take a look into a TV show from that time about a computer show.
On the first look the format looks familiar. The episode of computer chronicles looks similar to what was known from the 1980s episodes. But at the same time, it was something new and not known before. Because aroun the year 1992 the internet has started to become a mainstream phenomena. At the same time, the computer has become attractive for larger amount of people. In contrast to the 1980s the average user was not only interested in the subject but he bought a PC for it's own and was doing something with it. We can say that the year 1992 was some sort of inbetween. It was different than the decades ago and it was improving by the years after 1992.
Let us listen to the episode itself. At first the moderator asks his quest what is new and amazing in this comdex fair. The answer was that lots of multimedia technology is available. The second point mentioned was, that mobility and notebook computers have become important. And the guest was right. In the year 1992 the computer has become a central hub for entertainment. In contrast to the situation in the 1980s the price was much lower and the hardware had a bigger capacity.
What was shown on the comdex as an example for multimedia, was the video for windows software in combination with CD-ROM drives. The interesting situation is, that at the same comdex show alternatives over the Windows operating system was presented by Apple. And this technology works the same way. So we can say that not a single technology was available but all the products from the year 1992 was fulfilling the requirements.
It should be mentioned that a lot of technology has become obsolete in 1992. For sure, the Commodore 64 was outdated, and the 16bit Amiga 500 too. Also, text terminals used for mainframe copmputers were outdated.
___Longer periods___
It is possible to split the computer history into two periods:
1. from 1962-1992 (30 years)
2. from 1992-2022 (30 years)
The year 1992 is the border between the periods. The first period can be described as old school computing. Computers were available the first time, they were slow, expensive and reserved for a small amount of engineers and scientists. In contrast, the second period introduced the computer as a mass product which has become cheap, powerful and suitable for all sorts of tasks. The interesting point is, that since the year 1992 the products from the first period have become out of fashion. Nobody was interested anymore in 8bit homecomputers, gaming systems which were equipped with 1 kb of ram. Also it has become unpopular to pay millions of US$ in exchange for tape drives which can store a few amount of megabytes.
Today it is the year 2021 and since 1992 not much has changed. The second period is up and running and the improvements are taking place only on a minor scale. All the technology available in 1992 is available today as well. The only improvement was that former 32bit cpu were replaced by 64bit cpus and that the software has improved in minor parts. But the general idea was available in 1992 as well. Major milestones like Windows operating systems, unix as a server system, 3d graphics for video gameing and mobile computer hardware was available in 1992.
If the duration of 30 years is typical duration for a longer period in computing the question is what will happen in the third period which goes form 2022-2052? The answer is not very complicated. The AI Revolution is something which is located at the horizon and it something which will revolutionize future computing drastically. There is a similarity to previous periods. In general AI and robots are available already. They were developed by large companies. The difference is, that these technology isn't available as a consumer product and that the capabilities are low. Perhaps this will change within the next 30 years?
___References___
[1] The Computer Chronicles - Comdex Fall 1992 (1992) https://www.youtube.com/watch?v=evMilwVBHAQ


