Künstliche Intelligenz ist ein sehr traditionsreiches Thema was über Jahrzehnte erforscht wurde. Lange vor der Dartmouth Conference im Jahr 1956 gab es versuche Schacuautomaten und Androiden zu bauen. Auch in der science Fiction literatur waren Roboter ein fester bestandteil, z.B. in der R.U.R. Geschichte von 1920. Obwohl niemand sagen kann wie man denkende Maschinen baut gab es doch verschiedenen Ideen darüber wie sich Roboter technisch realisieren ließen.
Mit der Erfindung des Computers in den 1940er rückten computergesteuerte Roboter in den Fokus. Die wissenschaftlich These lautete fortan dass Künstliche Intelligenz das Resultat von Algorithmen sei, also eines Programs was auf einer CPU ausgeführt wird. Diese Sichtweise prägte über Jahre die Forschung. Bis heute hält sich die Vorstellung unter informatikern, dass Künstliche Intelligenz ein Program sei was von einem Computer ausgeführt wird und Prbbleme lösen kann.
Mitte der 1980er Jahre hat Douglas Lenat das Cyc Projekt ins Leben gerufen. Es war ein umfangreiches Forschungsprojekt was Künstliche Intelligenz nicht über algorithmen realisieren wollte sondern mit Hilfe von Ontologien, also Wissensdatenbanken. Die Idee war dass Intelligenz in semantischen Netzen gespeichert sei. Obwohl das Cyc projekt rückblickend eine Sackgasse darstellte half es dabei eine neue Perspektive zu entwickeln. Anders als sortier oder optimierungsalgorithmen benötigen Ontologien keine CPU sondern werden auf Festplatten gespeichert, sind also Datenstrukturen.
Es dauerte noch einige Jahre bis das Ontologie konzept erweitert wurde zur These dass Künstliche Intelligenz etwas mit natürlicher Sprache zu tun hat. Anders als die Ontologien aus dem Cyc Projekt lässt sich natürliche Sprache sehr viel schwerer von Computern parsen. Sprache ist nicht als graph organisiert sondern es gibt Wörter die eine BEdeutung haben die aber nicht im Satz selber enthalten ist. Um natürliche Sprache dennoch mit Computern zu verarbeiten benötigt man weitere Hilfsmittel wie datasets in welchen Interaktionen mit Sprache gespeichert sind. Diese Datasets dienen als input für neuronale Netze womit sich LLM Chatbots erzeugen lassen die aktuell im Jahr 2026 die KI Landschaft prägen.
Rein technisch hätte bereits in den 1960er Jahren ein Informatiker behaupten können dass künstliche Intelligenz etwas mit natürlicher Sprache zu tun habe. Und es wäre möglich gewesen auf damaligen Computern ein Bilderkennungsprogram schreiben zu können was ein Bild in Sprache konvertiert. Das problem war, dass die Idee viel zu fortschrittlich war als dass sie in den 1960er geläufig wäre. Selbst heute gilt die Vorstellung dass Computer natürliche Sprache verwenden so wie Menschen als provokative Äußerung. Sprache wird zwar von Philosophen untersucht und von Linguistikern in Wörterbüchern explizit gespeichert, aber der Konsens ist dass nur Menschen sprechen nkönnen, nicht aber Tiere und erst recht nicht Computer.
Die Verwendung von Sprache als Technologie um künstliche Intelligenz zu ermöglichen war ein langer prozess innerhalb der Informatik der Jahrzehnte benötigte. Zu nennen ist beispielsweise der M.I.T. Ripley robot von Deb Roy in 2003, oder der Word2vec Algorithmus aus 2013. Technisch gesehen sind beide Projekte höchst unterschiedlich aufgestellt, einmal geht es um die Steuerung von Robotern und beim zweiten Beispiel um präprocessing für neuronale Netze. Die Gemeinsamkeit besteht darin, dass natürliche Sprache als zentrales Element für ein KI Projekt eingesetzt wird. Demnach ist jenes Modul womit der Computer denkt, zugleich das Modul was sprache versteht und Sprache generiert.
Sprache ist deswegen der zentrale Baustein von künstlicher Intelligenz weil damit eine Referenz auf die Umwelt des Roboters erfolgt. Die Einbettung des Roboters in eine Umwelt wurde zuerst von Rodney Brooks in den 1990er Jahren erkannt. Es ist nicht ausreichend eine Maschine zu bauen und darauf ein Programm auszuführen sondern Robobter müssen über sensoren die Umwelt wahrnehmen. Die Intelligenz wird also erst über eine Interaktion mit der Umgebung erzeugt, und Sprache ist dafür das Interface. Sobald ein Roboter Sprache parsen und erzeugen kann besitzt der Roboter über ein leistungsfähiges referenzsystem. Er kann auf Kommandos reagieren, er kann sensor signale in Sprache umwandeln, er kann beobachtungen in einer Log datei speichern. Daduruch entsteht Künstliche Intelligenz.
August 18, 2026
Wie natürliche Sprache Einzug hielt in die Künstliche Intelligenz
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